Laut meinem Handy bin ich in den viereinhalb Tagen, die ich in Bologna war, rund 86.465 Schritte oder auch 59 km kreuz und quer durch die Hauptstadt der Emilia Romagna gelaufen. In einer ähnlichen Größenordnung dürften sich auch die Kalorien bewegen, die ich währenddessen zu mir genommen habe. Denn Bologna ist eben nicht nur „la dotta“ – die Gelehrte oder „la rossa“ – die Rote, sondern vor allem „la grassa“ – die Fette. Ragú alla Bolognese, Mortadella, Tortellini, Lasagne und vieles mehr stammt aus der Stadt und der angrenzenden Region. Dementsprechend vielfältig sind auch die kulinarischen Angebote der Stadt. Und damit ihr bei einem Aufenthalt nicht ganz so viel laufen müsst, versuche ich mal meine Entdeckungen zusammenzufassen.

Start your day right!

In südlichen Gefilden ein ordentliches Frühstück zu finden, ist ja gar nicht so einfach. So auch in Bologna – zwar gibt es an jeder Ecke die typisch italienischen Espressobars, die meist auch eine kleine Auswahl an Croissants und Brioches in der Auslage haben, viel mehr ist aber meistens nicht drin. Aber vielleicht ist das ja auch gut so, im Laufe des Tages wird es noch genügend zu Essen geben. Hier meine beiden Empfehlungen für Cappuccino und einen kleinen Frühstückssnack:

Caffè Rubik

Das Caffè Rubik befindet sich in einer Seitenstraße zwischen den Due Torri – den zwei Türmen und Wahrzeichen Bolognas – und der Universität. Abseits vom Trubel der Hauptstraßen gibt es hier zwischen hunderten alten Italopop-Tapes einen ordentlichen Espresso oder Cappuccino und die besten Croissants, die ich in Bologna essen durfte. Gegessen wird entweder direkt an der Bar oder auf einem der Retro-Sessel vor dem ehemaligen Tabak-Geschäft. Der perfekte Start in den Tag. Und wer doch noch etwas Deftigeres möchte, kann sich nebenan bei „Il Maggiolino“ noch Brötchen oder eine kleine Pizza auf die Hand holen.

Caffè Rubik
Via Marsala 31/D
40126 Bologna
+39 339 5013636
info@cafferubik.com
http://www.cafferubik.com

ZOO

Wer einen Sitzplatz und eine etwas modernere Atmosphäre schätzt, geht zum Frühstück zu ZOO in die Strada Maggiore. Hinter dem kleinen Eingang verbirgt sich ein großer, heller Saal, der neben dem Cafebetrieb auch noch als Buchshop und Illustratoren-Galerie dient. Dementsprechend groß ist die Auswahl an Lesestoff für die Gäste. Auch hier findet der geneigte Italien-Reisende leckeren und günstigen Kaffee und sogar ein herzhaftes Frühstück: Neben den obligatorischen Brioches, Croissants und Kuchen gibt es im ZOO nämlich auch Bagels – mit Frischkäse, Schinken, Avocado oder Lachs. Die perfekte Adresse, wenn es morgens mal etwas mehr sein soll.

ZOO
Strada Maggiore 50/A
40125 Bologna
+39 373 8438500
scrivi@lozoo.org
https://www.facebook.com/likeazoo/

Marktbummel

Kein Städtetrip ohne Marktbesuch. Normalerweise eines meiner ersten Ziele, wenn ich in einer neuen Stadt bin, musste ich mich in Bologna gedulden. Ich bin Sonntag früh gelandet und da haben die italienischen Märkte natürlich nicht geöffnet. Also ging es am Montag direkt nach dem Frühstück auf große Markttour:

Mercato delle Erbe

Der Mercato delle Erbe liegt zwar zentral an der Via Ugo Bassi, versteckt sich aber hinter einem großen Geschäftsgebäude. Zur Straße hin nur sind zunächst H&M, Coop und Co zu sehen und ich zweifle bereits am GoogleMaps-Eintrag. Aber zwischen den Geschäften finde ich letztendlich etwas nach hinten versetzt den Eingang zur über 100 Jahre alten Markthalle. Nachdem man den Eingang passiert hat, steht man augenblicklich in einer anderen Welt: zwischen Gemüseständen, welche die zentrale Halle ausfüllen, Bäckereien und Fleischern am Rand sowie einigen gastronomischen Angeboten wie dem „Altro“ (Restaurant) oder „Forno“ (Pizza auf die Hand) im Nebenflügel. Genau der richtige Ort für einen ausgiebigen Marktbummel. Und danach unbedingt den Hinterausgang nehmen. Auf dem kleinen Platz hinter dem Markt befindet sich neben einem Cafe auch eine empfehlenswerte Weinbar sowie ein kleine Nudel-Laden, in dem Frauen frische Pasta falten!

Mercato delle Erbe
Via Ugo Bassi 23-25
40121 Bologna
+39 051 230 186
http://www.mercatodelleerbe.eu/

Mercato di Mezzo

Noch zentraler als der Mercato delle Erbe liegt der Mercato di Mezzo. Im sogenannten Quadrilatero direkt neben der Piazza Maggiore befinden sich kleine Gassen, in denen die Händler und kleinen Läden ihre Waren anbieten. Durch die zentrale Lage und das große gastronomische Angebot hier ist der Mercato di Mezzo etwas touristischer, aber trotzdem einen Besuch wert! In den kleinen Läden kann man sich super mit ein paar Snacks eindecken (z.B. gebackene Polenta-Taler mit Salami und Mozzarella) und dann in der Osteria del Sole (dem nächsten Stop) einkehren.

Mercato di Mezzo
In den Gassen zwischen Via Rizzoli, Piazza Maggiore, Piazza della Mercanzia und Piazza Galvani
40124 Bologna
http://www.bolognawelcome.com/home/vivi/shopping/tipologia-di-acquisto/botteghe-storiche/mercato-di-mezzo/

Osteria del Sole

Zu jedem ordentlichen Markt gehört auch eine Marktschänke. Und die gibt es hier natürlich auch: Tritt man in der überfüllten Gasse durch die Tür der Osteria del Sole steht man augenblicklich in einer anderen Welt. Die Osteria gibt es seit 1465 an dieser Stelle – damit ist sie eine der ältesten ganz Italiens. Und die Jahre sind nicht ganz spurlos an ihr vorbeigegangen. Alte, abgewetzte lange Holztische stehen auf dem ebenso abgewetzten Boden, die Beleuchtung kommt von einfachen Neon-Röhren. Trotzdem ist die Osteria ein Ort, an dem man sich sofort wohl fühlt. An den Tischen sitzen alte Männer und spielen Karten, Marktbeschicker gönnen sich ein ersten Glas Wein zum Mittag oder Geschäftsleute stoßen mit Champagner auf einen Vertragsabschluss an. Serviert wird ausschließlich Flüssiges, vom einfachen Pignoletto bis hin zum edlen französischen Champagner in der Magnum-Flasche für bis zu 1.000 Euro. Wer nicht ganz auf leeren Magen mit dem Trinken beginnen möchte, nimmt packt einfach die Snacks vom umliegenden Markt aus der Tasche und isst diese in der Osteria „al cartoccio“ – also direkt aus der Verpackung.

Osteria del Sole
Vicolo Ranocchi 1b
40124 Bologna
http://www.osteriadelsole.it/

Mittag muss sein!

Nach der ganzen Marktbummelei kommt trotz begleitender Snacks irgendwann der kleine Mittags-Hunger. Und den sollte man in Bologna ganz klassisch italienisch stillen – mit Pasta oder Pizza!

Pasta Fresca Naldi

Ein wahres Kleinod für frische Pasta befindet sich in der Via del Pratello am östlichen Rand der Innenstadt. Der kleine Laden wird seit drei Generationen von Frauen geführt, die hier die beste Pasta Bolognas herstellen. Allerdings beschränken sie sich hier nicht nur auf die Herstellung. Man kann die Tagliatelle, Tortellini oder Orecchiette auch direkt vor Ort essen, denn bis 14.30 Uhr wird hier von Dienstag bis Samstag die eigene Pasta auch fertig zubereitet verkauft. Ich entschied mich bei meinem Besuch zunächst für die klassischen Tortellini in Brodo. Kleine, handgefaltete Tortellini mit herzhafter Fleischfüllung werden mir in Hühnerbrühe schwimmend in einem Plastikbecher gereicht. Eine geschmackliche Offenbarung: die Brühe ist tief und nicht zu fettig, die kleinen Tortellini sind perfekt al dente. Und weil man auf einem Bein so schlecht steht, gab es danach noch eine Portion Torteloni mit Ricottafüllung, Tomatensugo und Butter. Ebenfalls ein einfaches Gericht, dass durch die unglaublich guten Zutaten aber zum absoluten Genuss wird!

Pasta Fresca Naldi
Via del Pratello 69
40122 Bologna
info@pastafrescanaldi.it
http://www.pastafrescanaldi.it/

Pizza Alce Nero Berberè

Wem es statt Pasta eher nach Pizza ist, dem sei Alce Nero Berberè in der Via Giuseppe Petroni nahe der Universität (und in unmittelbarer Nähe zu meinem Airbnb) empfohlen. Im hippen Laden gibt es verdammt leckere Pizza im neapolitanischen Stil und eine große Getränkeauswahl. Ich hab mich für den Klassiker mit Büffelmozarella und Basilikum entschieden und wurde nicht enttäuscht. Wer davon noch nicht genug hat, kann Wein, Craft Beer und einige Spezialitäten auch direkt vor Ort kaufen und mit nach Hause nehmen.

Alce Nero Berberè
Via Giuseppe Petroni 9c
40126 Bologna
info@berbere.it
http://www.berberepizza.it/

Ein kleiner Verdauungsspaziergang, bitte.

Nach Frühstück, Marktbesuch und Mittagessen ist es erstmal Zeit für einen kleinen Verdauungsspaziergang. Hier lohnt sich auch ein Blick über die Stadtgrenze hinaus, z.B. Richtung Süden:

Parco di Villa Ghigi

Der Parco di Villa Ghigi befindet sich südlich der Ringstraße, welche die Innenstadt begrenzt. Sobald man die Hauptverkehrsstraße überquert hat, machen sich auch die ersten Appeninen-Ausläufer bemerkbar, denn es geht erstmal stetig bergauf, vorbei an immer schöneren und größeren Häusern. Hier scheinen wohl die oberen 10.000 Bolognas zu leben. Und man kann es ihnen kaum verdenken: Je höher man kommt, desto besser wird der Blick über die Stadt mit ihren Türmen und die angrenzende Po-Ebene. Die Straße geht irgendwann in einen Serpentinen-Feldweg über und dann steht man auch schon mitten drin im Park der Villa Ghigi. Die verschlängelten Wege laden zum spazieren ein und wenn der Aufstieg anstrengend war, kann man sich auf einer der vielen Wiesen niederlassen und einfach die Ruhe und den Ausblick über die Stadt genießen.

Parco di Villa Ghigi
Via San Mamolo 105
40136 Bologna
http://www.fondazionevillaghigi.it/

Gelati, Gelati!

Nach dem ausgedehnten Verdauungspaziergang durch die Hügel der Vororte muss natürlich erstmal der Zuckerhaushalt wieder in Ordnung gebracht werden. Und wie sollte das in Italien besser gehen, als mit Eis?! Eben. Meine beiden Favoriten für die kalte Creme aus der Waffel.

Galliera 49

Laut meinem AirBnB-Host hat die Eisdiele Galliera 49 schonmal den 2. Platz in der Kategorie Eis beim Salone del Gusto, der alle zwei Jahre stattfindenden Messe der Slow Food-Bewegung belegt. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass in der kleinen Eisdiele zwischen Altstadt und Bahnhof wert auf Qualität gelegt wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. In meiner Waffel hatte ich sich die Sorten Schokolade und Ricotta mit Karamell und Saba (eingekochter Traubenmost), beide von ausserordentlicher Qualität. Vor allem das klassische Schokoladeneis war wahrscheinlich eines der cremigsten und geschmackvollsten, die ich bisher essen durfte!

Galliera 49
Via Galliera 49/B
40121 Bologna
info@galliera49.it
http://www.galliera49.it/

Cremeria Funivia

Der zweite Eis-Stop wurde mir von einem guten Freund bzw. dessen Frau empfohlen. Die Cremeria Funivia sieht auf den ersten Blick sehr steril aus, außerdem liegt sie umringt von Edelboutiquen direkt an der Piazza Cavour am südlichen Rand der Altstadt. Wenn man sich davon aber nicht abschrecken lässt, wird man mit wahnsinnig leckerem Eis belohnt, das man gegenüber im kleinen Park am Springbrunnen genießen kann. Auch hier gab es für mich Schokolade (man muss ja einen Vergleich haben…), Mascarpone mit flüssiger Schokolade im Hörnchen und ein wunderbar intensives Pistazieneis. Letzteres hat übrigens wenig mit dem giftgrünen Zeug der Eisdiele an der Ecke zu tun. Hier wird nicht auf eine effekthascherische Farbe gesetzt, sondern vollen, unverfälschten Pistazien-Geschmack.

Cremeria Funivia
Piazza Cavour 1/D
40124 Bologna
info@cremeriafunivia.com
http://www.cremeriafunivia.com/

Kurzer Zwischenstopp: Koffein tanken.

Was spätestens nach dem Eis nicht fehlen darf, ist ein ordentlicher Espresso. Wie beschrieben ist die Auswahl hier ziemlich hoch, an fast jeder Ecke gibt es trink- und bezahlbaren (ca. 1€) Espresso an den Theken dieser Stadt. Aber da wir gerade an der Piazza Cavour sind, bleiben wir doch einfach in dieser Ecke:

Zanarini

Zanarini

Schräg gegenüber der Piazza Cavour, neben Luxusboutiquen unter den für Bologna typischen Arkardengängen befindet sich das Café Zanarini. Im klassischen Kaffeehaus gibt es neben dem Espresso an der Bar auch einen großen Außenbereich und eine nicht zu überblickenden Vielzahl an kleinen Törtchen und anderen süßen Verlockungen. Ich hatte ja aber gerade ein Eis und beschränke mich daher auf den Espresso…

Caffé Zanarini
Piazza Galvani 1
40124 Bologna
http://antoniazzi.biz/barcaffe/caffe-zanarini

Nach dem Kaffee ist vor dem Abendessen

Der Aperitivo ist fest in der italienischen Kultur verwurzelt. So auch in Bologna: Viele Bars und Feinkostgeschäfte laden ab dem späten Nachmittag ihre Kundschaft auf einen kleinen Snack ein, um die Wartezeit bis zum Abendessen möglichst angenehm zu gestalten. Ein Konzept, das ruhig auch hier mal Schule machen könnte. Mir wurde hierfür ein kleiner Laden am Rande der Stadt empfohlen (Danke, Rosanna!), der sich als wahres Kleinod norditalienischer Spezialitäten herausstellen sollte. In Kürze gibt es über das L’Emporio an dieser Stelle auch noch einen ausführlichen Artikel, aber als Empfehlung wollte ich ihn hier schon mal aufführen:

L’Emporio

Im Südwesten der Stadt, genauer gesagt in der Via Saragozza befindet sich ein kleiner, unscheinbarer Laden. Wahrscheinlich hätte ich den Laden übersehen, wäre er mir nicht empfohlen worden. Nik, der Chef, serviert hier zusammen mit seiner Partnerin Leila die besten Spezialitäten aus Norditalien bis runter in die Toskana. Dazu gibt es eine kleine Auswahl an regionalen und internationalen Weinen, viele davon biologisch angebaut und nach natürlichen Verfahren vinifiziert. Und um dem Porträt über das L’Emporio nicht zu viel vorweg zu nehmen: Geht da einfach hin, lasst euch ein Glas verdammt guten Wein einschenken und esst verdammt nochmal den besten Schinken eures Lebens!

L’Emporio
Via Saragozza 58/A
40123 Bologna
https://www.facebook.com/lemporio58/

Das große Finale: Abendessen a la Bolognese

Auch wenn nach einem Besuch bei L’Emporio eigentlich keine große Steigerung mehr möglich ist braucht der Mensch ja auch mal etwas Warmes im Magen. Und was wäre da besser, als eine klassische Bologneser Osteria?

All’Osteria Bottega

Die All’Osteria Bottega befindet sich ebenfalls im ruhigen Südwesten der Stadt in einer kleinen Gasse hinter einem Sportplatz. Mir wurde gesagt, hier gäbe es das originale Essen Bolognas zu kosten. Und das gab es auch, zubereitet von Chefkoch Daniele Minarelli. Ich war Mittags dort und hatte Glück, auch ohne Reservierung einen Platz zu ergattern. Abends ist es aber sicher noch etwas voller, daher ist eine Reservierung mehr als empfohlen! Zum Essen gab es für mich zunächst DEN Klassiker schlechthin. Tagliatelle al Ragú. Und das hat absolut gar nichts mit unserem Verständnis einer „Bolognese“ zu tun. Superzartes Fleisch trifft einen intensiven Tomatengeschmack und alles umschließt unfassbar cremig die handgemachte Pasta. Eine weitere kulinarische Offenbarung, die einen an den eigenen Bolognese-Fähigkeiten zweifeln lässt… Im zweiten Gang entschied ich mich für das in Weißwein geschmorte Kaninchen, das butterzart vom Knochen fiel und mit weißen Bohnen ein mehr als gelungenes Paar abgab, vor allem in Kombination mit dem dazu empfohlenen Sangiovese. Zum Abschluss des Menüs gönne ich mir noch ein Dolce: Eine Art Creme Caramel, aber mit Mandeln statt dem gebräunten Zucker, hergestellt von einer der Damen im Service, die in ein paar Jahren sicher eine italienische „Nonna“ aus dem Bilderbuch abgeben wird! Die All’Osteria Bottega ist zwar nicht die günstigste Adresse Bolognas, aber sicher eine der authentischsten. Ich zahle die Rechnung über 55 €, die es absolut wert waren, und verlasse das kleine Lokal satt und zufrieden.

All’Osteria Bottega
Via Santa Caterina 51
40123 Bologna
https://www.facebook.com/Osteria-Bottega-121651694555766/

Let’s call it a day…

Nach dem ausgiebigen Abendessen fehlt eigentlich nur noch ein kleiner Absacker, bevor es müde und zufrieden ins Bett geht. Dafür habe ich auch wieder zwei Empfehlungen für alle, die bis hierhin durchgehalten haben:

Via del Pratello

Via del Pratello

Die Via del Pratello am westlichen Rand der Innenstadt ist gesäumt von Kneipen und kleinen Restaurants. Im ehemaligen Sozialisten-Viertel hat sich diese alternativ angehauchte Ecke bis heute gehalten und lädt auf einen gemütlichen Feierabend-Drink oder ein leckeres Craftbeer ein. Außer man geht – wie ich – am Abend des 25. April dorthin. An diesem Tag, dem Tag der Befreiung von Faschismus und Nationalsozialismus, trifft sich nämlich das junge Bologna hier, um ausgelassen auf der ganzen Straße und den angeschlossenen Plätzen zu feiern. Genau das richtige, um sich noch ein bisschen durch den lauen Abend treiben zu lassen.

Via del Pratello
40122 Bologna

Caffé Rubik

Caffé Rubik

Alternativ kann man den Abend sonst auch dort beenden, wo man ihn angefangen hat: Im Caffé Rubik. Denn inzwischen ist die Espressomaschine aus und die Brioches sind aufgegessen. Jetzt gibt es hier Drinks und Bier von der Bar und der Chef legt ein bisschen Italo-Pop aus den 80ern auf. Besonderes Gimmick: Per Beamer werden die Musikvideos zu den Songs an die Kirchenwand gegenüber projiziert. So hat die ganze Nachbarschaft was davon 😉 Nachdem man sich aus den Sesseln vor der Bar wieder hochgekämpft hat, kann man sich dann auch endlich nach einem langen Tag auf den Weg ins Bett machen.

Caffè Rubik
Via Marsala 31/D
40126 Bologna
+39 339 5013636
info@cafferubik.com
http://www.cafferubik.com

Wie ihr seht, ist Bologna kulinarisch auf jeden Fall eine Reise wert. Und auch sonst hat die Stadt am Rande der Po-Ebene viel zu bieten, egal ob Kunst, Kultur oder Unterhaltung. Ich war hoffentlich nicht das letzte Mal dort.

Buonanotte, Bologna!

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Moin, Peter mein Name. 30 Jahre alt, Wahlhamburger mit süddeutschen Wurzeln und der Kopf hinter Kost. Ich poste mein Essen schamlos auf Instagram und wenn du mich loswerden willst, kannst du mich gerne auf jedem x-beliebigen Wochenmarkt aussetzen. Dann bin ich erstmal ein paar Stunden beschäftigt...

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